LEADER Förderperiode 2014-2020

Seit 1991 hat sich LEADER als wirksames Instrument zur Förderung der Entwicklung in ländlichen Gebieten etabliert. Mit Beginn der EU-Förderperiode 2014-2020 wurden die Anforderungen an das aufzustellende Regionale Entwicklungskonzept deutlich erhöht. Ausdrücklich hervorzuheben ist die Notwendigkeit, Aussagen zu einer realistischen Bewertung der finanziellen Machbarkeit und der kontinuierlichen Begleitung durch ein Regionalmanagement zu treffen.

Der Wettbewerb der Konzepte wird nach und nach in den einzelnen Bundesländern eröffnet. So startete z.B. Brandenburg bereits am 14.11.2013 den Wettbewerb. Hier endet die Frist zur Einreichung der Bewerbungsunterlagen am 31.5.2014.
In anderen Bundesländern, darunter auch Nordrhein-Westfalen, steht die Ausschreibung des Wettbewerbs noch aus.
Unabhängig von der konkreten Ausgestaltung der einzelnen Wettbewerbsverfahren bleibt eine zentrale Anforderung die Berücksichtigung des „Bottom-up“-Prinzips, d.h. der breit geführte Dialog und die Zusammenarbeit von kommunalen Akteuren und privaten Partnern. Ziel ist, die bisherige Entwicklung zu analysieren und konkrete Perspektiven bzw. Projektansätze in folgenden Themenfeldern zu identifizieren:
• Dienstleistungseinrichtungen zur Grundversorgung (Daseinsvorsorge, medizinische Versorgung),
• Maßnahmen zur Dorferneuerung und Dorfentwicklung (Ländliche Lebensqualität/Dorfentwicklung),
• Entwicklung von Projekten im Bereich ländlicher Tourismus sowie Natur-/Aktiv-tourismus,
• Erhalt und Verbesserung der kulturellen Infrastruktur; Unterstützung künstlerischer und kultureller Aktivitäten,
• Maßnahmen des Naturschutzes, der Landschaftspflege und zur Erhaltung und Verbesserung des natürlichen Erbes und der Kulturlandschaft,
• Sicherung der regionalen Wertschöpfung, Gründung oder Weiterentwicklung (Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit) von kleineren Unternehmen,
• Förderung der Anpassung an den Klimawandel (Risikoprävention / Risikomanagement), Energiewende
• Beseitigung von Engpässen im Bereich „Mobilität“ (Mobilitätssicherung),
• Investitionen in Bildung, Ausbildung, und Berufsbildung für Kompetenzen und lebens-langes Lernen (Fachkräftesicherung),
• Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut,
• Prävention: Kinder und (junge) Familien stärken „Kein Kind zurücklassen“
• Stärkung des Ehrenamtes
• Regionalmanagement.