Denkmalpflegerischer Rahmenplan Völklinger Hütte

MSP impulsProjekt entwickelt eine Strategie zur Bestandsaufnahme und zur Entwicklung für das UNESCO-Welterbe Völklinger Hütte.



Nach mehr als 20 Jahren intensiver Entwicklung und Restaurierung und 25 Jahre nach der Stilllegung des letzten Hochofens der Völklinger Hütte, wird es Zeit ein Resümee zu ziehen - das bisher Erreichte zu analysieren, den momentanen Zustand des Weltkulturerbes zu beschreiben und die Perspektiven für die zukünftige technische und inhaltliche Entwicklung aus denkmalpflegerischer Sicht zu definieren.
Es entsteht ein Entwicklungsplan im Sinne eines Handlungsrahmens, der auch eine langfristige Kostenanalyse und Finanzplanung sowie eine priorisierte Liste von Maßnahmen beschreibt.
MSP ImpulsProjekt erarbeitet hierzu seit Juni 2011 zunächst eine aktuelle und umfassende, d.h. vervollständigte und ergänzte Bestandsaufnahme, in der alle relevanten Bauteile definiert und historisch wie aktuell dokumentiert werden.

Der nächste Schritt ist die Festlegung einer Zieldefinition für die Denkmalpflege, auch im Sinne einer langfristigen Erhaltungsstrategie. Es wird eine Philosophie des Umgangs mit dem Denkmal »Völklinger Hütte« entwickelt, welche für alle kategorisierten Bestandteile eine kurz-, mittel- und langfristige Ziel- und Erhaltungsdefinition festlegt.

Der wichtigste Bestandteil ist dann ein priorisierter Maßnahmenplan, der die für alle Bauteile bereits durchgeführten Maßnahmen strukturiert dokumentiert und Auskunft gibt über weitere Sanierungs- bzw. Pflegemaßnahmen. Der Maßnahmenplan wird auch die wesentliche Grundlage für einen kontinuierlich zu entwickelnden Monitoringplan, der die stattgefundenen und zukünftigen Sanierungs- und Entwicklungsphasen in qualitativer und zeitlicher Hinsicht überwachen und die Pflege des Denkmals fortschreiben soll.

Entwicklungsstudie zur Freizeitentwicklung am Tuttenbrocksee in Beckum

Die Stadt Beckum verfügt in unmittelbarer Autobahnnähe über einen rund 20 ha großen See, der aktuell von Badegästen, Anglern und Tauchern genutzt wird. Die unmittelbar östlich an den See angrenzenden Flächen könnten, an die bestehenden Angebote anknüpfend, einer freizeitorientierten Nutzung zugeführt werden.

Die Bemühungen einer Attraktivierung und Erweiterung des bestehenden Angebotes reichen bereits einige Zeit zurück, blieben allerdings bislang erfolglos.
MSP ImpulsProjekt erarbeitete 2009/10 ein tragfähiges und nachhaltiges Gesamt-Entwicklungskonzept für den Bereich Tuttenbrocksee.

Als Grundlage für die Beurteilung vorhandener und Entwicklung neuer Vorschläge für marktgerechte Angebotsbausteine werden in den kommenden Monaten folgende Arbeitsschritte durchgeführt:
• Ermittlung und Bewertung der aktuellen Standort- und Rahmenbedingungen für eine Realisierung freizeitorientierter Angebote am Tuttenbrocksee
• Markt-, Zielgruppen-, Bedarfs- und Wettbewerbsanalyse
• Festlegung des Einzugsgebietes und daraus abgeleitete Potenzialanalyse
• Nutzungskonzept
• Wirtschaftlichkeitsanalyse
• Investorenakquisition.

Inzwischen wurde mit der Realisierung erster Bausteine begonnen.

Tourismus-/Marketingkonzept „WupperSchiene“

Das »Tal der Wupper« zwischen Wuppertal Oberbarmen und Hückeswagen zeichnet sich durch eine vielseitige Landschaft, historische Ortskerne und zahlreiche Zeugen der Frühindustrialisierung aus. Hinzu tritt die Möglichkeit, durch die Museumsbahn »Wupperschiene« eine besondere, attraktive Form der »Erschließung« anzubieten.

Das Gebiet ist hervorragend aus den großen Ballungsräumen Nordrhein-Westfalens sowie den BeneLux-Staaten zu erreichen und bietet ein vom Grundsatz ein großes Potenzial für Tagesausflüge und Kurzreisen. Bislang fehlte es allerdings an einer durchgängigen Strategie für die Entwicklung von Produkten und deren Vermarktung.

MSP ImpulsProjekt erarbeitete unter intensiver Einbeziehung lokaler Akteure eine Strategie und ein Konzept für die zukünftige touristische Entwicklung und Vermarktung des Landschaftsraums an der Wupper.

Die Ideen und Ansätze wurden in einer Informationsveranstaltung (26.2.2010 im Wülfing-Museum) vorgestellt (s. Photo). Ziel war es hier, den Privatpersonen und Vertretern der Vereine die Chancen und den Weg zu einer aktiven Mitwirkung aufzuzeigen. 



Der Tourismus im »Tal der Wupper« (zwischen Wuppertal-Oberbarmen, Radevormwald und Hückeswagen) soll künftig über ein attraktives, die Themen »Industrie-Kultur(geschichte)« + »Natur- und Wassererlebnis« verbindendens Kernprodukt systematisch entwickelt werden.

Im Zentrum steht dabei die Museumsbahn als »eisernes Rückgrat« des Produktes und Mittel der Erschließung des Raumes und seiner touristischen Angebote.  Der Name des Kernangebotes soll daher auch - in leichter Abwandlung des Namens der Museumsbahn - »WupperSchiene« lauten.
Der Name steht aber für erheblich mehr: Ausgehend von den Haltepunkten der Museumsbahn und von den »Ankerpunkten« Wülfing-Museum, Historisches Zentrum Wuppertal und Bandweberei Kafka erfolgt – im Sinne eines Cross-Marketing-Ansatzes - eine intensive Verknüpfung mit Kultur-, Natur- und Aktivangeboten des Landschaftsraums: weiteren Industriekultur-Standorte, thematisierten Rad- und Wanderwege, kulturellen Events, Angeboten der Hotellerie und Gastronomie sowie mit dem Verkauf regionaler Produkte.